Basische Bäder
Um das Thema
basische Bäder zu verstehen, muss man sich zuerst mit dem Thema pH-Wert befassen. Der pH-Wert kann in allen Flüssigkeiten gemessen werden und sagt etwas über den Anteil von Säuren und Basen in der Flüssigkeit aus. Alle pH-Werte unter 7 werden als sauer bezeichnet, der pH-Wert von 7 ist neutral und alle Werte über 7 gelten als basisch. Auch die Flüssigkeiten im Körper haben einen ihnen eigenen pH-Wert. Das Blut beispielsweise hat einen pH-Wert von 7,4, im Magen sind es je nach Belastung durch Nahrung pH-Werte von 5 bis sogar 1 hinunter.
So sensibel der Körper auf alle Veränderungen reagiert, so sensibel ist er auch, wenn es um die pH-Werte von Blut, Lymphflüssigkeit, Speichel oder Urin geht. Kleinste Veränderungen im Säure-Basen-Haushalt führen häufig zu starken Veränderungen im Stoffwechsel und wirken sich auch auf das Wohlbefinden aus. Nun ist es so, dass die Nahrung in der Regel sauer ist. Zu den Lebensmitteln, die sauer wirken, gehören zum Beispiel Fleisch, Zucker, Weißmehl, Kaffee und Limonaden. Um abzunehmen, wird daher auch häufig eine
basische Ernährung empfohlen. Denn überall dort, wo es zu viele Säuren im Körper gibt, muss dieser mit Basen entgegenwirken. Basen sind aber nur begrenzt vorhanden, überflüssige Säuren müssen also ausgelagert werden. Für alles, was im Körper übrig ist, kennt man vor allen Dingen eine Lagerstätte, nämlich das Bindegewebe. Dadurch aber wird das Bindegewebe verstopft. Es kann den Körper nicht mehr unterstützen.
Wer also auf eine
basische Ernährung setzt, um seinen Körper zu entschlacken und ihn bei der Wiederaufnahme seiner Grundfunktionen zu unterstützen, der sollte sich viel mit Obst und Gemüse ernähren. Auch das ausreichende Trinken gehört zu einer
basischen Ernährung dazu, denn dem Körper fehlen auch zahlreiche Mineralien wie Kalzium, Magnesium oder Phosphor. Bei einer
basischen Ernährung gehört auch eine ausreichende Trinkmenge von etwa 1 Liter Kräutertee plus 2,5 Liter stillem Wasser dazu.
Nachdem die Schadstoffe gelöst wurden, müssen sie neutralisiert werden, um dem Körper nicht länger zu schaden. Ein der Ernährung zugeführtes Basenpulver kann dabei helfen. Und zu guter Letzt muss natürlich auch ausgeschieden werden, was dem Körper schadet. Das geht allerdings gerade bei überschüssigen Säuren nicht nur durch den Urin, sondern vor allen Dingen über die Haut. Denn die Haut ist das größte Ausscheidungsorgan für alle Säuren. Bekannt ist dies etwa beim Schweiß, wo zusätzlich Mineralstoffe verschwendet werden.
Basische Bäder unterstützen die Haut bei dieser so wichtigen Aufgabe. Denn sowohl
basische Bäder als Vollbäder als auch solche als Fußbäder bewirken, dass der Säurehaushalt ausgeglichen wird. Das ist sogar messbar. Wenn dem Vollbad ein
basisches Badesalz zugeführt wird, so hat das Badewasser zu Beginn einen pH-Wert von etwa 8,5. Wichtig ist bei einem
basischen Bad allerdings nicht nur das
basische Badesalz, sondern vor allen Dingen auch die Zeit, in der das Bad genossen wird. Denn
basische Bäder sollten mindestens 45 Minuten dauern, besser sind allerdings 60 bis sogar 120 Minuten. Diese Zeiten sind einzuhalten, da eine Entsäuerung der Haut auch in einem
basischen Bad erst nach 30 Minuten beginnt. Nach dem
basischen Bad von mindestens 45 Minuten hat das Badewasser nur noch einen pH-Wert von 7,5. Demzufolge wurden Säuren aus dem Körper ausgespült, die den pH-Wert des Wassers nachhaltig verändert haben.
Basische Bäder empfehlen sich bei allen typischen Wohlstandserkrankungen, die auch auf eine falsche Ernährung zurückzuführen sind. Entschlackend und entspannend wirken
basische Bäder mit einem
basischen Badesalz, denn dank ihnen können gelöste Schadstoffe aus dem Bindegewebe und dem Körper ausgespült werden.